Der Aufbau des KnochensUnsere Knochen bestehen aus einer äußeren Rindenschicht (Substantia compacta) und einer inneren Bälkchenschicht (Substantia spongiosa). Innerhalb der bälkchenartigen Strukturen befindet sich das Knochenmark. Die Knochen setzen sich in erster Linie aus Eiweißen und Knochenmineralien (z.B. Kalzium) zusammen. Unser Knochengewebe unterliegt einem kontinuierlichen Stoffwechsel. Beim gesunden Menschen befindet sich der Knochenauf- und -abbau im Gleichgewicht. Reguliert wird dieses Gleichgewicht aus Auf- und Abbau durch die Sexualhormone (Östrogen, Testosteron).
Das KnochengewebeBeim Knochengewebe lassen sich verschiedene Zellen unterscheiden:
Osteoklasten (Knochenfresszellen): Sie bauen Knochen ab
Osteoblasten (Knochenbildungszellen): Sie bauen Knochen auf, heilen Knochendefekte und verwandeln sich dann in Knochenzellen
Osteozyten (Knochenzellen): Sie sind durch feine Ausläufer miteinander verbunden und bilden das Knochengewebe
Das SkelettUnser Knochenskelett, das aus mehr als 200 Knochen zusammengesetzt ist, bildet das Stützgerüst unseres Körpers und ist Voraussetzung für unseren aufrechten Gang. Es bietet den lebenswichtigen Organen Schutz und ist der Ansatzpunkt für Muskeln. Weiterhin gelten die Knochen als Speicherort für Kalzium und Phosphate.
KnochendichteDie höchste Knochendichte wird im Alter von 20 bis 30 Jahren aufgebaut (peak-bone-mass). Sie ist abhängig vom Konstitutionstyp, von der Bewegung und sportlichen Aktivitäten, von der Ernährung (Kalziumzufuhr) und von der Ausbildung von Sexualhormonen. Ab dem Alter von ca. 30 bis 32 Jahren überwiegen beim Knochenstoffwechsel die Abbauphasen - es kommt langsam zu einem physiologischen Abbau der Knochenmasse.