Die KnochenmasseBei der
Osteoporose ist die Knochenmasse insgesamt vermindert, die Mikroarchitektur der Bälkchenstruktur minderwertig und die Funktion des Knochens gestört. Durch die porösen Knochenbälkchen kommt es vermehrt zur Gefahr von Knocheneinbrüchen, z.B. Wirbelkörper-kompressionsfrakturen. Durch die Verminderung der Rindenschicht kommt es vermehrt zur Gefahr von Knochenbrüchen, z.B. Oberschenkelhals- oder Unterarmbrüchen.
KnochenbruchgefahrDie Knochenbruchgefahr ist ab einer Grenze von - 2,5 Standardabweichungen, d.h. Abweichungen vom Wert einer knochengesunden, gleichaltrigen und gleichgeschlechtlichen Person, gegeben. Leider reicht oftmals ein Stolpern oder ungeschicktes Heben von Tragetaschen, um Wirbelkörper bei einer entsprechend verminderten Knochendichte einbrechen zu lassen.
Wer ist besonders gefährdet?Besonders gefährdet für die Entstehung der
Osteoporose sind Menschen, die von vorneherein eine niedrigere Knochenmasse aufgebaut haben. Auch bei normalem, altersgerechten Knochenabbau ist hier frühzeitig eine kritische Knochendichte mit Knochenbruchgefahr zu erwarten.
RisikofaktorenRisikofaktoren für die Entstehung der
Osteoporose in der Übersicht:
- Geringer Knochenaufbau ("peak-bone-mass")
- Geringe Wirkzeiten der Sexualhormone (späte erste Regelblutung, unregelmäßige Regelblutungen, frühes Ausbleiben der Regelblutung)
- Östrogen- / Testosteronmangel
- Langzeittherapie mit Kortison in Tablettenform
- Bestimmte Krankheitsbilder der Schilddrüse
- Zigarettenkonsum (z.B. mehr als 10 Zigaretten pro Tag)
- Alkoholkonsum (z.B. mehr als 0,5 l Bier oder 0,25 l Wein pro Tag)
- Hoher Kaffeekonsum